1 April 2014 - 19:30
Palästinensische Autonomiebehörde startet diplomatische Offensive gegen Israel

Die palästinensische Autonomiebehörde will sich bei ihrem Streben nach einem eigenen Staat wieder an die Vereinten Nationen wenden.

Das kündigte der Chef palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas am Dienstag in Ramallah an und erklärte damit die unter US-Vermittlung begonnenen Friedensgespräche nach acht Monaten praktisch für gescheitert.

Er habe bereits Dokumente zum Beitritt der Palästinenser zu 15 Uno-Organisationen oder internationalen Verträgen unterzeichnet, sagte er in einer Fernsehansprache. Zum Auftakt unterzeichnete Abbas vor laufenden Kameras den Aufnahmeantrag für die vierte Genfer Konvention über den Schutz von Zivilisten in Kriegszeiten und besetzten Gebieten - anwendbar auf das von Israel besetzte Westjordanland.

Die Aufnahme in weitere 63 internationale Organisationen und der Beitritt zu Abkommen stehe seinem Volk als von der Uno anerkanntem Staat zu, betonte er.
Abbas reagierte mit seinem Vorstoß auf Israels Weigerung, eine zugesagte Freilassung von palästinensischen Gefangenen umzusetzen.